Die 700jährige Bergbautradition greift in Lehesten auf eine mannigfaltige Geschichte zurück. Bereits im 13. Jahrhundert begonnen, wurde bis 1999 der Schiefer als Bedachungs- und Fassadenmaterial gewonnen, gefördert und kunstvoll verarbeitet. Deren menschengemachte Veränderungen haben bis heute große Auswirkungen auf die Diversität im Staatsbruch.

Im Herzen des Geoparks Schieferland liegt an der Nahtstelle der Bundesländer Bayern und Thüringen das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ inmitten eines weitläufigen Naturschutz- und FFH-Gebiets. Das Flächendenkmal dokumentiert seit 1993 die historischen Techniken der Schieferaufbereitung zwischen 1840 und 1960. Nach dem Ende des Schieferbergbaus 1999 wandelte sich der Staatsbruch und bietet heute zahlreiche Anknüpfungspunkte zum „Blauen Gold“ als Schiefer-Aktiv-Angebot und Wander-, Naturschutz- und Naherholungsgebiet.


UNSER BLAUES GOLD


Das Technische Denkmal liefert heute einen authentischen Beleg für die Lebenswelt im Schieferbruch des 19. & 20. Jahrhunderts sowie zu den Techniken der Schiefergewinnung, der Förderung des Rohsteins und der Verarbeitung zu Dach- und Fassadenschiefer, welcher aus der Mittelgebirgsregion nicht wegzudenken ist. Unzählige Dächer und Fassaden schimmern bei guter Sonneneinstrahlung heute noch immer in der typischen bläulich schwarzen Färbung des Lehestener Schiefers.

Seit 1999 hat sich das Areal des ehemaligen Schieferbetriebs gewandelt. Die Natur hat den von Menschenhand gestalteten Raum zurückgewonnen. Das Gesamte Areal ist von einer hohen kulturellen und ökologischen Diversität gekennzeichnet.



Wer mehr über die geologischen Eigenschaften des Schiefers erfahren möchte, auf den wartet das „National bedeutsame Geotop“. Dahinter verbirgt sich der heute geflutete Tagebaubereich mit seiner seigeren handgeschrämten Tagebaurückwand. Der Tagebaubereich ist seit 2006 mit jenem Prädikat versehen und bietet eine einmalig magische Kulisse innerhalb der Bergbaufolge.

Darüber hinaus warten am Denkmalstandort zahlreiche Wanderwege und Geopfade auf Erkundung des Themen-Dreiklangs von Geologie, Bergbau und Naturschutz.

Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.