Vom Bergbau zur Bergbaufolgelandschaft

Im Zuge des Schieferbergbaus wurden im heutigen Staatsbruch umfangreiche Flächen in Anspruch genommen. Insgesamt erstreckte sich das Bergbauareal auf einer Fläche von 108 Hektar. Durch diesen Abbau entstand ein völlig neuer Landschaftstyp, der durch ein eigenes und charakteristisches Bild von handgeschrämten Wänden, aufgetürmten Schieferhalden, Tagebaurestlöchern, Pionierpflanzen und sogar völlig neuen Bewohnern geprägt war und ist – eine seltene Bergbaufolge.

So konnten sich im Staatsbruch ein eigener charakteristischer Lebensraum entwickeln, der durch Heterogenität, Nährstoffarmut, Standortdynamik und das Vorkommen zahlreicher, teils seltener, Tier- und Pflanzenarten gekennzeichnet ist. Die Erhaltung und Bewahrung dieses ökologischen Systems ist eine Herzensangelegenheit. Jene seltenen Wechselwirkungen der Flora und Fauna sind als wichtiges Zeitdokument anzusehen.


Zum Werdegang einer Kulturlandschaft – Ein Fallbeispiel


Im Bereich des Thüringer Schieferparks Lehesten und des Naturschutz- und FFH-Gebietes Staatsbruch treffen verschiedene Interessen auf die in räumlicher Nähe befindlichen Flächen aufeinander. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Themenbereiche Naturschutz, Geopädagogik und Kulturtourismus.


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Zur Entwicklung unseres Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ und des umliegenden Areals hinzu einem attraktiven Tourismusstandort streben wir daher einen sanften Tourismus an.

Das Flächennaturdenkmal mit unserem einmaligen Schieferbetriebsensemble ist als kombiniertes Natur- und Kulturerlebnis zu verstehen. In diesem Zusammenhang bitten wir Sie bei einem Besuch im Staatsbruch um die Berücksichtigung unserer Besucherordnung.


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