Bereits im 13. Jahrhundert begonnen, wurde bis 1999 wurde auf einem Hochplateau in der Berg- und Schieferstadt Lehesten im Tage- und Untertagebau Schiefer abgebaut. Der begehrte Rohstoff wurde zu Dach- und Wandschiefer sowie zur Herstellung von Schiefertafeln verwendet.

Aus wirtschaftlichen Gründen musste vor der Jahrtausendwende im Jahr 1999 die Produktion eingestellt werden. Seither wandelte das etwa 108 Hektar umfassende Werksgelände zum „Thüringischen Schieferpark Lehesten“ mit unserem Technischen Denkmal und dem zugehörigen SchachtIV-Förderkomplex.

Der als Schiefersee bekannte geflutete Tagebau entstand seit 2006, als die Bergsicherung mit Unterstützung des Landesbergamtes die defekte Pumpe im SchachtIV-Pumpensumpf nicht mehr auswechseln konnte. Von da an füllte sich der 20 Hektar große Tagebau stetig mit Wasser, bis er zwischen 2008 und 2009 seinen heutigen Stand erreichte.



Baden verboten!


Die Höhe des Wasserspiegels ist vom Tagebautiefsten etwa 45 Meter tief. Das Wasser im Schiefersee erscheint an der Oberfläche zwischen acht bis zehn Metern äußerst klar und wechselt je nach Sonneneinstrahlung in Blau – bzw. Grünfärbungen. Gespeist wird der geflutete Tagebau von Oberflächenwässern, die zu großen Teilen aus den umliegenden Schuttehalden zufließen. In diesen Halden befinden sich noch verschiedenste Kießkälber und Pyriteinlagerungen, die langsam auswittern und ausgespült werden. Dabei entstehen Säuren und andere chemische Verbindungen, die sich im Effekt zum unlöslichen Aluminiumhydroxid, welches in der Tiefe ausflockt, verbinden. Deshalb wird mit zunehmender Tiefe das Wasser sehr trübe. Diese chemischen Verbindungen lassen sich aber auch schon an der Oberfläche finden und verhindern so einen Sauerstoffeintrag.

Die Besonderheit und das Reizvolle des gefluteten Tagebaus ist seine magische Umgebung mit dem Tagebauareal als Nationaler Geotop und der schönen Spiegelung im Wasser. Zudem ist der Bewuchs rundherum mit schützenswerten Arten ein Biotop der besonderen Art.


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