Unser Denkmalstandort bietet unzähligen Interessen und Ansprüchen verschiedene Anknüpfungspunkte für Freizeit, Naherholung und Bildung. Der Staatsbruch Lehesten ist heute eine einmalige Bergbaufolgelandschaft und das 1974 aufgelassene Tagebaurestloch hat sich seit 2006 in einen etwa 45 Meter tiefen See von besonders blauer Färbung verwandelt.

Wer diesen einmaligen Naturraum mit herausragendem geologischen Wert für sich entdecken möchte, auf den warten zwei eigens angelegte Geopfade rund um den gefluteten Tagebau und durch den Thüringer Schieferpark.

Der ehemalige Wirtschaftsweg lenkt heute den Blick auf die Relikte des Schieferbergbaus, von Funktionsgebäuden, Schuttehalden bis hin zum Nationalen Geotop und entführt Sie in besonders magischer Kulisse in längst vergangene Zeiten.

Die beiden Geopfade sind als Rundwege bequem zu gehende Wege mit einmaligen Aus- aber auch Einblicken in die historische Gewinnung, Förderung und Verarbeitung des Dach- und Fassadenschiefers an einem der ehemals größten Schiefertagebaue Kontinentaleuropas.



Der Wandereinstieg ist am Technischen Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ oder am Tagungs- und Seminarzentrum Schieferpark. Am gut ausgeschilderten Weg befinden sich mehrere historische Funktionsgebäude, von denen der Schacht IV-Komplex, bis 1999 in Betrieb, hoch herausragt. Zahlreiche Informationstafeln geben Auskunft zur wechselvollen Geschichte der Anlage, aber auch zu natürlichen Gegebenheiten des weitläufigen Areals.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Am längeren Geopfad können Sie sich nach Voranmeldung zum Förderkomplex Schacht-IV aus erster Hand informieren und führen lassen. Ehemalige Bergleute erwarten Sie (nur übertage) mit spannenden Geschichten und herzlichen Anekdoten am Fördermaschinenhaus und der Lampenstube, um von ihrer ehemaligen Arbeitswelt untertage zu berichten. Eine Begehung des Fördergerüst (ca. 20m) ist nach Absprache möglich.


Die Geopfade I & II am Technischen Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“

  • Gesamtlänge: 800 m & 4,1 km
  • Schwierigkeit: einfach
  • Markierung: grünes Bergbauzeichen auf weißem Grund