Im Herzen des Geoparks Schieferland liegt das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ an der Nahtstelle der Bundesländer Bayern und Thüringen. Inmitten eines weitläufigen Naturschutz- und FFH-Gebiets, geostrategisch im Zentrum des Geoparks Schieferland gelegen, bietet das Areal zahlreiche Anknüpfungspunkte als Schiefer-Aktiv & Naherholungsangebot.

Die Bergbautradition greift in Lehesten auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Bereits im 13. Jahrhundert begonnen wurde bis 1999 Dach- und Fassadenschiefer über- und unter Tage gewonnen, gefördert und verarbeitet.

Das Museum liefert heute einen seltenen Beleg für die Lebenswelt im Schieferbruch des 19. & 20. Jahrhunderts sowie zu den Techniken der Schiefergewinnung, der Förderung des Rohsteins sowie der Verarbeitung zu Dach- und Fassadenschiefer, welcher aus der Mittelgebirgsregion nicht wegzudenken ist. Unzählige Dächer und Fassaden schimmern bei guter Sonneneinstrahlung heute noch immer in der typischen bläulich schwarzen Färbung des Lehestener Schiefers.



Seit 1999 hat sich das Areal des ehemaligen Schieferbetriebs gewandelt – die Natur den historisch von Menschhand gestalteten Raum zurückgewonnen.

Wer mehr über die geologischen Eigenschaften des Schiefers erfahren möchte, auf den wartet der „National bedeutsame Geotop“. Dahinter verbirgt sich der heute geflutete Tagebaubereich, welcher seit 2006 mit jener Auszeichnung versehen wurde.

Darüber hinaus warten am Museumsstandort zahlreiche Wanderwege und Geopfade auf Erkundung des Dreiklangs von Geologie, Bergbau und Naturschutz als einzigartiger Mikrokosmos einer Bergbaufolgelandschaft im Herzen des Geoparks Schieferland.