Fast 900 km Länge fasst der Thüringer Lutherweg, welcher hier und da auch nach Bayern führt. Auf den mannigfaltigen Spuren Martin Luthers in und um Lehesten wandern? – Gar kein Problem!

Von Ludwigsstadt nach Lehesten führt Sie auf 17 km Etappe 20 des Lutherweges. Hier passieren Sie auch unser Technisches Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ – ein idealer Zwischenstopp für Erholung, Stille und einen Denkmalbesuch. Für Lehesten, an der Grenze zu Bayern auf einer Hochfläche des Frankenwaldes gelegen, ist die Schiefergewinnung bereits 1499 urkundlich belegt, jedoch vermutlich weit älter. Am „Alten Bruch“ hatte man begonnen, sich systematisch tiefer in die Erdoberfläche zu graben, eine Entwicklung, welche auch Martin Luther während seines Aufenthaltes in Lehesten sicherlich nicht entgangen ist.


Lutherweg Lehesten

An der Stelle der heutigen über 250 Jahre alten Lehestener Kirche St. Aegidien befand sich einst ein anderer Kirchenbau, in welchem Dr. Martin Luther im Jahre 1530 gepredigt haben soll. Heute führt Sie der Lutherweg zu jenem Ort, an dem einst eine ältere Kirche stand. Doch auch im denkmalgeschützten Nachfolgebau der Jahre 1824|25 lohnt ein Besuch. In der im Biedermeierstil erbauten Kirche sind Altar, Kruzifix sowie der Altar der Taufkapelle voll und ganz aus Schiefer gefertigt.


308 cm hoch und 253 cm breit


Im Vorraum kann man einen Blick auf die vermutlich größte jemals in einem Stück gehauene Schiefertafel werfen. Sie wurde im Jahre 1872 im Schieferbruch „Kießlich“ – dem Ort des heutigen Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ gewonnen. Diese Tafel ist 308 cm hoch und 253 cm breit und wurde als Gedenktafel zu Ehren der Gefallenen des deutsch-französischen Krieges von 1870|71 angebracht.

Weitere Lohnenswerte Ziele in Lehesten finden Sie im Altvaterturm, einen am höchsten Punkte des Thüringer Schiefergebirges gelegenen Turm mit herrlicher Aussicht. Auch ein Besuch an der ältesten Dachdeckerschule Deutschlands ist zu empfehlen.

Vom Land des „Blauen Goldes“ führt Etappe 21 des Lutherweges weiter nach Saalfeld, über Lichtentanne – Friedrichshoffnung – Probstzella – Gabe Gottes – Oberloquitz – Schadertal – Lositz – Eyba – Feengrotten – Saalfeld (St. Johannis-Kirche).

Bevor man nach Saalfeld, in die Stadt der „Steinernen Chronik Thüringens“ gelangt, sollte man unbedingt einen Zwischenstopp an den Saalfelder Feengrotten, den farbenreichsten Schaugrotten der Welt, einlegen und sich verzaubern lassen von der märchenhaften Untertagewelt. 


  • Start: Lehesten
  • Ziel: Saalfeld
  • Höhenlage: 227 m – 670 m ü.NN
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Wegelänge: 31,6 km
  • Wegezeit: 11 h
  • Markierung: grünes „L“ auf weißem Quadrat

  • Etappe 20 – Von Ludwigsstadt nach Lehesten
  • Etappe 21 – Von Lehesten nach Saalfeld