Der Schieferpfad führt durch ein Gebiet, das vom Schiefergestein und dem mit ihm verbundenen Schieferbergbau geprägt war. Das Kernzentrum der Schiefergewinnung war das Gebiet zwischen Probstzella, Lehesten, Ludwigsstadt und Gräfenthal. Hier wurde seit Jahrhunderten hochwertiger Dach-, Wand- und Tafelschiefer abgebaut. Während die Schieferbrüche langsam von der Natur zurück erobert wurden, strahlen die Städte und Dörfer mit ihren Schieferdächern und Fassaden noch immer im markanten blau-schwarzen Farbton.

Wanderfreunde aufgepasst!

Berghohe Schieferhalden, bewachsen mit Pionierpflanzen wie Birken, Kiefern und Fichten, verleihen dieser Gegend einen reizvollen Charakter. Das „Blaue Gold“, wie man den Schiefer auch nennt, wird heute als Bedachungs- und Fassadenmaterial nicht mehr abgebaut. Mit der Schließung der letzten Dachschiefergrube in Lehesten ging jahrhundertealte Bergbautradition zu Ende.



Wer mehr über die traditionsreiche Region des Schieferbergbaus erfahren möchte, auf denjenigen wartet die Schieferpfad mit zahlreichen Überraschungen, von besonders idyllischen Orten und spannenden Informationen bis hin zur wechselvollen Geschichte des Schieferbergbaus.

Der Schieferpfad ist als großer Rundweg angelegt. Mit einer Gesamtlänge von etwa 60 km ist er kaum an einem Tag erwanderbar. Der Wanderstart ist frei wählbar und mit vier kleinen Rundwegen um die Orte Probstzella, Lehesten, Ludwigsstadt und Gräfenthal versehen. Diese Routen sind problemlos in zwei bis vier Stunden zu bewältigenden und geben einen herrlichen Einblick in die Schönheiten dieser Landschaft.


Ein Pfad – Drei Naturparke – Unzählige Geschichten


Dort wo die ehemalige innerdeutsche Grenze verlief, die auch das Gebiet zwischen Thüringen und Franken teilte, wechseln sich heute entlang des Schieferpfads geologische Besonderheiten, natürliche Schönheiten und kulturelle Sehenswürdigkeiten ab. Langeweile kommt also für Entdecker nicht auf. Für den hungrigen und müden Wanderer stehen in den Orten ländliche Gasthäuser und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Geschichtliche Hintergründe über diese Ortschaften werden auf Informationstafeln entlang des Schieferpfades erläutert.


Der Schieferpfad Probstzella – Lehesten – Ludwigsstadt – Gräfenthal

  • Gesamtlänge: 56,1 km
  • Schwierigkeit: mittel
  • Markierung: blaues Bergmannszeichen auf weissem Grund

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