Unweit des Bruchs gelegen, zeugt die markante Doppelspalthütte von der einst florierenden Schieferindustrie im Staatsbruch und vermittelt eindrucksvoll die Verarbeitung des so genannten „Blauen Goldes“.

Bereits zu Beginn der 1980er Jahre wurde auch die Doppelspalthütte in die Industriedenkmalliste der DDR aufgenommen und konnte mit zahlreichen Fördermaßnahmen und Rettungsaktionen bis 1993 vor dem endgültigen Verfall bewahrt werden.

Die ausgeprägte Spaltbarkeit, die für die Weiterverarbeitung so entscheidend ist, ist eine der wichtigsten Stoffeigenschaften von Schiefer.

Als wesentlicher Höhepunkt der Führungen ist die wieder aufgebaute historische Spalthütte aus dem Jahr 1898 ein Kernstück des heutigen Denkmalensembles. Sie zeugt von der aufwendigen Verarbeitung des bereits gewonnenen und geförderten Rohsteins sowie der besonderen Qualität des Lehestener Schiefers. Der Gebrauch der Spaltwerkzeuge (Schlauder und Spaltmeißel) und der Schieferschere wird hier anschaulich und an authentischen Standort verdeutlicht. Vor allem der Lehestener Schiefer lässt sich excellent und dünn aufspalten und sogar mit einer Schieferschere schneiden.

In Kombination mit dem gefluteten Tagebau, der Göpelschachtanlage, dem Modelldorf sowie den zahlreichen weiteren Funktionsgebäuden dokumentiert das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ fast lückenlos den Werdegang des der hiesigen Dach- und Wandschieferproduktion.