Stiftung der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt

Die Historische Kompressorenstation am Technischen Denkmal war das ehemalige Herzstück des Lehestener Schieferbetriebs, welcher aus wirtschaftlichen Gründen sowie betriebsbedingt 1999 eingestellt werden musste. Seit 2000 setzt sich die Stiftung TSL für die Bewahrung der 750jährigen Tradition des Bergbaus auf Schiefer ein.

Das in Kooperation zwischen Friedrich-Schiller-Universität Jena und Stiftung „Thüringischer Schieferpark Lehesten“ durchgeführte Projektseminar „Blaues Gold“ setzt sich die museale Neugestaltung dieses denkmalgeschützten Gebäudes – der „Historischen Kompressorenstation“ – am Technischen Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ zum Ziel. In diesem Kooperationsprojekt arbeiten seit dem Wintersemester 2019/2020 sechs Master-Studierende der Fachrichtung Volkskunde/Kulturgeschichte (Philosophische Fakultät) unter fachlicher Leitung die Geschichte der Kompressionsstation auf und wollen das authentische Innere des Gebäudes als Schaudenkmal museal ausgestalten.

Eine Ausstellung zu den Themen:

• Historie des Gebäudes und Schieferbergbau zwischen 1960 und 1999
• Arbeitsalltag des Kompressorenwartes und soziale Dimension im Schieferbergbau
• Funktionsweise und Nutzung der Drucklufttechnik in der Schiefergewinnung

Das Ausstellungsprojekt wurde gefördert von der


LEADER Saale-Orla | Kleinprojekte Lebendige Dörfer und Städte 2020

  • Vorhabenbezeichnung: Besuchersicherheit im Staatsbruch
  • Projektadresse: Technisches Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“, Staatsbruch 17, 07349 Lehesten
  • Förderung durch: Freistaat Thüringen – Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum – LEADER Saale-Orla
  • Zuwendungshöhe: 1.731,44 €

Die Maßnahme

Die Stiftung „Thüringischer Schieferpark Lehesten“ schafft es Jahr für Jahr mit enormem ehrenamtlichen Engagement den Museumsbetrieb aufrecht zu halten. Inmitten eines hochwertigen Naturschutz- und FFH-Gebietes gelegen, empfängt das Museum „Technisches Denkmal Historischer Schieferbergbau Lehesten“ jährlich bis zu 5.000 Museumsbesucher. Weiterhin ist der streng artengeschützte Bereich der Schieferhalden, Wälder und Wiesen rings um den heute gefluteten Tagebaubereich für Jedermann öffentlich zugänglich. So bewegen sich alljährlich weit mehr als 20.000 Wanderer, Touristen und Naherholer im Naturschutzgebiet „Staatsbruch“.

Um den naturgeschützten Bereich vor Zerstörung zu schützen, aber auch die Besuchersicherheit entlang der begehbaren Wander- und Führungspfade zu gewährleisten, wurden zu Beginn der Museumsgründung Holzgeländer auf Stahlpfosten angebracht, welche die Sicherheit der Besucher garantieren und das Denkmalareal von den steil abfallenden Schuttehalden trennen. Jener abzugrenzende Bereich ist gleichzeitig Naturschutzgebiet, den es zu bewahren und vor Zerstörung zu schützen gilt.
Aufgrund des besonderen Mikroklimas im Staatsbruch nagt die Witterung alle Jahre wieder an den bisherigen Holzgeländern, sodass unentwegt Ausbesserungsarbeiten anfallen, welche aufgrund der Überalterung der ehrenamtlichen Akteure des Museumsbetriebs immer schwerer fallen.
Die geplanten Ausbesserungsarbeiten sind gleichzeitig mit einer qualitativen Aufwertung des Denkmalstandortes verbunden, da der Austausch die alljährlichen Wartungsarbeiten an den Holzgeländern ersetzt und die Beständigkeit des Leitsystems auf Jahre gewährleistet.

Weiterhin kann den Besucherinnen des Technischen Denkmals „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ eine nachhaltige und stabile Sicherheit hinsichtlich der Benutzung der Geländer als Leit-, Abgrenzungs- und Sicherheitssystem ermöglicht werden. Ein problemloses Aufstützen und Anlehnen der Besucherinnen wird somit erreicht.